Krankenheilung in der Bibel und heute

Wenn wir die Krankenheilungen im Neuen Testament studieren, werden wir entdecken, dass Heilung auf unterschiedliche Weise zustande kam. Wir sind der Auffassung, dass die Bibel uns in allen Lebensbereichen zum Vorbild gegeben ist und deshalb auch Auskunft darüber gibt, wie wir mit Krankheit umgehen sollen.

Zum einen gab es da Menschen, die bereits mit einem aktiven Glauben zu Jesus kamen und ihre Heilung sehr schnell empfingen, wie zum Beispiel die blutflüssige Frau, die nur sein Kleid berührte oder der Hauptmann von Kapernaum, der für seinen Knecht glaubte und der Kranke sofort geheilt wurde („sie fanden ihn gesund“). Jesus machte in diesem Zusammenhang auf den Glauben dieser Menschen aufmerksam „Dein Glaube hat Dich geheilt“ bzw. „Solchen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden“.  Es gibt eine ganze Reihe dieser Begebenheiten, die sehr klar zeigen, wie Heilung bereits durch den Glauben der Hilfesuchenden an Jesus Christus eintrat und dies deckt sich auch mit Erfahrungen von Menschen heute. Jesus hat durch sein Sterben am Kreuz für unsere Heilung bezahlt und im Glauben daran kann jeder Heilung empfangen.

Dann gibt es auch viele Beispiele, wo Jesus erst den Glauben der Betroffenen aktivierte, indem er sie zu einer vermeintlich komischen Handlung aufforderte, die sie niemals tun würden, wenn sie nicht mindestens einen Senfkorn Glauben an Jesus und die Heilung gehabt hätten. Gott hat in der Schöpfung alles bis ins letzte Detail penibel organisiert und geordnet, so dass sein Handeln durch seinen Sohn Jesus Christus keinen willkürlichen Zufällen folgt. Als Beispiele nehmen wir mal den Blinden aus Johannes 9, der den von Jesus auf seine Augen geschmierten Brei aus Erde und Spucke im ca. 1 Kilometer entfernten Teich Siloah abwaschen sollte oder den Menschen mit der verdorrten Hand aus Lukas 6, den er aufforderte sich vor alle anderen hinzustellen und seine Hand auszustrecken. Wie soll er eine Hand ausstrecken, die er wegen der Krankheit nicht ausstrecken kann? Nachdem diese Menschen jedoch den Glaubensschritt erfüllt hatten, empfingen sie ihre Heilung. Wenn wir im Glauben für kranke Menschen beten, müssen wir uns am Handeln von Jesus orientieren und nicht außer Acht lassen, dass auch der Kranke oder derjenige, der für ihn eintritt, mindestens ein kleines Maß des Glaubens benötigt, damit die Heilung auch wirklich eintreten kann.

Während in den vorgenannten Beispielen lediglich der Glaube, der von einem Senfkorn bis zu einem großen Glauben reichte, ausschlaggebend war um die geheilt zu werden bzw. die Heilung zu empfangen, lesen wir auch davon, wie Jesus bzw. seine Jünger mit Vollmacht und Autorität gegenüber Krankheit auftraten. Jesus gebot zum Beispiel dem Fieber der Schwiegermutter des Petrus (Lukas 4), so dass es sie verließ oder er sprach die verkrümmte Frau (Lukas 13) vom Geist der Krankheit frei. Krankheiten können sowohl natürliche als auch dämonische Ursachen haben, sodass wir als Kinder Gottes die uns durch Jesus Christus verliehene Autorität anwenden dürfen.

Schließlich finden wir in 1. Korinther 12 Vers 28, dass zu den Gaben des Heiligen Geistes auch die Gaben Wunder zu tun oder die Gaben der Heilung zählen. Wenn mit dem Heiligen Geist erfüllte Menschen diese Gabe geschenkt bekommen haben, verfügen sie über die Fähigkeit, anderen kranken Menschen unmittelbar mit der Heilung zu dienen.

Die Art und Weise wie Menschen ihre Heilung empfingen und auch heute empfangen können, ist also unterschiedlich und vielfältig. Manchmal sind wir auch auf eine Offenbarung Gottes angewiesen, um Hindernisse oder die richtige Art und Weise zu erkennen, wie einem Menschen geholfen werden soll. Damit zeigt Gott aber auch, wie sehr es ihm daran liegt, dass wir nicht nur in der Seele, sondern auch körperlich völlig gesund sind.

Mein Lieber, ich wünsche dir in allen Stücken Wohlergehen und Gesundheit, wie es deiner Seele wohl geht!

Johannes 1 Vers 2