Krieg, Elend und Leid

„Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch Zukunft und Hoffnung gebe.“

Jeremia 29 Vers 11

Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er dann all das schreckliche Leid, Krankheit und Elend, Unterdrückung, sinnlose Kriege und große Ungerechtigkeit zu? Warum sterben unschuldige Kinder, die durch großes Leid und Schmerzen gehen mussten? So ein grausamer Gott kann mir gestohlen bleiben …

Sicher hast Du solche oder ähnliche Aussagen schon mal gehört oder gelesen und vielleicht bewegen Dich ja auch selbst ähnliche Gedanken. Es ist enorm wichtig, hier die Wahrheit und die richtigen Antworten zu finden, denn wie kannst Du Gott jemals bedingungslos vertrauen, ihn als Deinen wunderbaren Vater erkennen, ihn von ganzem Herzen lieben und ihn durch Werke des Glaubens ehren, wenn Du von ihm ein völlig falsches und schlechtes Bild hast, welches womöglich auch Christen aus Deinem Umfeld durch Ihr Leben oder Ihre falsche Sichtweise, z.B. dass jedes Leid einen Sinn hat und letztendlich nichts geschieht was Gott nicht will, noch untermauern?

Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass die Bibel die einzige vertrauenswürdige Grundlage ist, um richtige Antworten zu finden. Verlass Dich nie auf Aussagen oder Meinungen von Menschen, denn nur Gottes Wort ist die Wahrheit (Johannes 17 Vers 17) und über jeden Zweifel erhaben. Warum das so ist, erklären wir Dir hier. Um die Bibel richtig zu verstehen, lass Dich vom Heiligen Geist in alle Wahrheit leiten (Johannes 16 Vers 13). Es ist erforderlich zu erkennen, dass Gott Liebe (1. Johannes 4 Vers 8) und ewig derselbe (Hebräer 13 Vers 8) ist, während sich die Grundlage seines Umgang mit uns Menschen im Lauf der irdischen Zeitrechnung mehrmals geändert hat.

Erst durch Jesus Christus wurde uns Menschen Gottes Willen, sein Wesen und seine Liebe für uns Menschen vollständig sichtbar und verständlich (Hebräer 11 Vers 3). Mit anderen Worten: Wenn Du Gottes Liebe, seinen Charakter und seinen Willen erkennen möchtest, solltest Du Dich mit Jesus Christus und seinem Leben auf dieser Erde auseinandersetzen. Jesus heilte alle Kranken, die zu ihm kamen, kümmerte sich liebevoll um die Sünder und die Verlorenen, Benachteiligten und die von der Gesellschaft geächteten Außenseiter. Er hatte für jedes Problem eine Lösung und ließ sich von Äußerlichkeiten wie gesellschaftlichem Ansehen, Religiosität, allgemein vorherrschenden Ansichten und Traditionen nicht beeindrucken. Er liebte seine Feinde und opferte schließlich sein Leben auch für diejenigen, die ihm Schmerzen zufügten und ihn verachteten. Dabei hätte er dies nicht tun müssen, denn es standen ihm zehntausende Engel zur Verfügung, um alles und jeden zu vernichten, der ihm in die Quere kam. Der einzige Grund, warum er als höchste Autorität dieses Universums sich nicht verteidigte und auf seine Ehre, sein Ansehen, seine Vorteile, die Herrlichkeit des Himmels verzichtete, war pure Liebe, denn sein Wille war es, uns Menschen durch sein Leiden einen Rettungsweg zu öffnen. Aus Liebe hatte er sich bereits im Vorfeld durch sein eigenes Wort gebunden. Dämmert es Dir vielleicht langsam, dass ein so handelnder Gott eben doch nicht an dem ganzen Elend und Leid in dieser Welt schuld sein kann?

Als Gott diese Erde und uns Menschen schuf, da gab es kein Leid, keine Krankheit, keine Naturkatastrophen und keine Kriege. Gott selbst hatte alles so perfekt geschaffen, dass es in seinen göttlichen Augen „sehr gut“ war (1. Mose 1 Vers 31). Der Mensch konnte die vielen verschiedenen Früchte und auch die Frucht vom Baum des Lebens essen und dadurch physisch ewig leben (1. Mose 3 Vers 22), Gott hatte für alles vorgesorgt und dem Menschen stand eine unfassbare Fülle zur Verfügung. Gott segnete die beiden ersten Menschen und gab Ihnen die Erde als Besitz und die Autorität über alle Tiere (1. Mose 1 Vers 28). Im Gegensatz zu unserer heutigen Zeit gab es damals nur ein einziges Verbot: Nur vom Baum der Erkenntnis (des Guten und Bösen) sollten die Menschen nicht essen, denn dann mussten sie sterben (1. Mose 2 Vers 17).

Komisch, dass viele Menschen nur an Verbote und das Einhalten von Regeln und Vorschriften denken, wenn Sie über Gott nachdenken. Gott gab den Menschen zum Beginn des Erdzeitalters eine unvorstellbare Freiheit, die es auf diesem Planeten in dieser Form nie wieder gegeben hat. Doch warum pflanzte Gott diesen „verbotenen“ Baum überhaupt in den Garten Eden? Hätte er diesen Baum nicht einfach weglassen und die Menschen damit vor den bekannten schlimmen Folgen bewaren können? Vielleicht verstehst Du Gottes Handeln an dieser Stelle nicht sofort, aber ohne die Wahl zwischen Gehorsam und Ungehorsam gegenüber Gott, hätte der Mensch keinen echten freien Willen. Es muss die Möglichkeit geben, sich für das Falsche und das Böse zu entscheiden, denn sonst kann man das Richtige und Gute nicht freiwillig aus Liebe tun. Man würde es nur tun, weil man keine andere Wahl hat. Gott liebt seine Menschenkinder aber so sehr, dass er von ihnen ohne Zwang zurückgeliebt werden möchte und daran hat sich bis heute nichts geändert. Jeder Mensch – auch Du – hat bis heute die Wahl, sich für oder gegen Gott zu entscheiden. Gott zwingt keinen Menschen dazu, ihm zu glauben, ihm zu vertrauen oder sein Rettungsangebot durch Jesus Christus anzunehmen.

Und warum musste der Tod in die Welt kommen? Es ist nur gut und richtig, dass die Menschen nach dem Sündenfall sterben mussten, denn nur dadurch konnte Gott die schnelle und grenzenlose Ausbreitung des Bösen eindämmen und die Menschen vor sich selbst schützen. Was wäre, wenn die Menschen mit all der Bosheit Ihres Herzens ewig weiter leben könnten? Sogar der natürliche Tod der Menschen reichte zur Zeit Noahs nicht mehr zur Eingrenzung des Bösen aus und Gott schickte eine Flut, um den Menschen einen Neustart zu ermöglichen …

Gehen wir aber zurück zum Anfang: Gott, durch dessen Wort das ganze Universum geschaffen, getragen und in seiner Funktion gehalten wird (u.a. Hebräer 11 Vers 3), übergab dem Menschen die Herrschaft über die ganze Erde (Psalm 115 Vers 16, 1. Mose 1 Vers 26, Psalm 8 Vers 6 usw.) und zwar ohne Bedingungen. Damit begrenzte er seine eigene Macht auf der ganzen Erde durch sein eigenes Wort. Der Mensch konnte die Herrschaft nämlich nur bekommen, wenn Gott die Herrschaft gleichzeitig aufgab. Und genau über diese in der Bibel zu findende Wahrheit, besteht in der Menschheit unfassbar viel Verwirrung – leider auch in der Christenheit.

Die nur dem Menschen und nicht den Engeln von Gott übertragene Vollmacht über die Erde missfiel scheinbar auch Satan und bewog ihn zu einem wahrhaft teuflischen Plan. Wenn er es doch nur schaffen könnte, die Menschen so zu beeinflussen, dass sie ihre Herrschaft über die Erde ihm zur Verfügung stellten. Denn solange sie Gott gehorchten, würde es den Menschen immer gut gehen und sie würden die Herrschaft über die Erde zum Guten verwenden, doch wenn er Einfluss auf sie nehmen könnte und sie ihm gehorchen würden, wäre er Herrscher dieser Welt und könnte gegen Gott und gegen die Menschen das Böse durchsetzen ….

Genau das geschah, als Eva und dann auch Adam auf die List Satans hereinfielen und das einzige Gebot Gottes übertraten (1. Mose 3 ab Vers 1). Was danach geschah und wie Gott viele tausend Jahre brauchte um seinen Rettungsplan auf dieser Erde gegen Satan umzusetzen, findest Du in der Bibel. Gott benötigte nämlich immer wieder Menschen, die ihm vertrauten und ihm glaubten, um auf der Erde wirken zu können. Schließlich prophezeiten Menschen im Glauben das Kommen des Retters auf der Erde. Letztendlich kam Gott dann auch selbst in Jesus Christus als Mensch auf diese Erde, um als Gott und gleichzeitig Mensch im Herrschaftsbereich des Menschen Satan die Herrschaft wieder zu entreißen und für seine geliebten Menschen einen genialen Rettungsweg zu schaffen.

Doch zurück zum Thema – warum gibt es all das Leid und Elend auf der Welt, wenn Gott doch so gut ist? Ganz einfach: Gott ist zwar allmächtig und seine Größe und seine Fähigkeiten sind für uns unvorstellbar, doch Gott widerspricht sich niemals (u.a. Psalm 119 Vers 89, Titus 1 Vers 2). Solange die Erde existiert, wird der Mensch die Herrschaft über diese Erde ausüben, denn Gott hat dies schon am Anfang so durch sein Wort festgelegt und er wird sein Wort niemals brechen. In dem Augenblick, wo Gott sich selbst widersprechen und sein eigenes Wort damit aufheben würde, würde das ganze Universum in sich zerfallen. Gottes Geist möchte die Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit über die Ihnen gegebene Vollmacht und den Einsatz zum Guten bewegen, aber er respektiert ihren freien Willen. Satan dagegen manipuliert die Menschheit mit seinen Lügen und wenn sie sich dafür öffnen, bringt er sie dazu, sich selbst und andere durch Ihre Worte und Ihr Handeln immer weiter ins Unglück zu stürzen, oft ohne dass es ihnen wirklich bewusst ist.

In dem Augenblick, wo der Mensch sich freiwillig Gott zuwendet, an Jesus Christus glaubt und die ihm als Mensch verliehene Vollmacht dem Geist Gottes unterstellt, verliert Satan seinen Einfluss. Doch warum wird Gottes guter Wille in der Christenheit oft nicht erkennbar? Ganz einfach, die Liebe und Güte Gottes wird nur im Leben eines Menschen sichtbar, wenn er Gottes Kraft nicht durch falsche Erkenntnis über die Gesetze im Reich Gottes blockiert. Gott ist nämlich immer davon abhängig, dass der Mensch die Wahrheit erkennt und die ihm von Gott verliehene Vollmacht auch als Tochter und Sohn Gottes zur Durchsetzung von Gottes Willen auf dieser Erde gebraucht. Viele Christen bitten Gott darum, dass er heilt, dass er Menschen hilft, dass er rettet. Dabei wissen sie doch durch Jesus Christus genau, dass es Gottes Wille ist zu heilen, wiederherzustellen, zu versorgen, zu trösten, zu ermutigen, zu segnen usw. Sie haben aber nicht erkannt, dass Gott ihnen die Vollmacht dafür auf dieser Erde übergeben hat und durch sie wirken / fließen möchte.

Glaube also niemals, dass Gott für das Leid, die Kriege und das Elend auf dieser Welt die Verantwortung trägt.

WIR MENSCHEN SIND ES!